2. Margin-Konto und Leverage
Viele automatisierte Handelsstrategien nutzen Leverage (Hebel), um mit einem größeren Handelsvolumen zu arbeiten
als mit dem tatsächlich vorhandenen Kapital. Dafür wird ein Margin-Konto beim Broker benötigt.
Ein Margin-Konto erlaubt es, Positionen zu handeln, deren Wert größer ist als das eigene Kapital.
Der Broker stellt dabei einen Teil des Kapitals als Kredit zur Verfügung.
Beispiel: Bei 10.000 EUR Konto und einem Hebel von 1:10 ließe sich eine Position im Wert von 100.000 EUR
bewegen. Der tatsächlich verfügbare Hebel hängt vom Broker, dem gehandelten Instrument und den geltenden
regulatorischen Vorgaben ab und kann deutlich niedriger ausfallen.
Wichtig: Leverage vergrößert Gewinne und Verluste gleichermaßen. Bereits kleine
Kursbewegungen gegen die Position können zum Verlust eines erheblichen Teils des eingesetzten Kapitals
führen. Setze Hebel nur ein, wenn du die damit verbundenen Risiken verstehst.
Was ein Margin-Konto ermöglicht
- größere Positionsgrößen
- Hedging
- Short-Positionen
3. Handelskapital
Das Handelssystem benötigt Kapital auf dem Brokerkonto, um Trades auszuführen. Die notwendige Höhe hängt unter anderem
von Strategie, Leverage, Risikoeinstellungen und dem gehandelten Markt ab.
Mindestempfehlung
Für viele automatisierte Strategien empfiehlt sich ein Kapital von mindestens 5.000 EUR bis 10.000 EUR, besser mehr.
Darunter kann es passieren, dass Marginanforderungen nicht erfüllt werden, Positionsgrößen zu klein sind
oder Strategien nicht korrekt funktionieren.
Empfehlung für Einsteiger
- zunächst einen Paper-Trading-Account nutzen
- oder mit kleinerem Echtgeldbetrag starten
Viele Broker, darunter auch Interactive Brokers, bieten ein Simulationskonto, mit dem Strategien ohne echtes Risiko getestet werden können.