ATSE Guide

Voraussetzungen für das ATSE Handelssystem

Damit das ATSE Handelssystem automatisiert handeln kann, müssen technische, operative und finanzielle Voraussetzungen erfüllt sein. Diese Seite zeigt dir die benötigte Infrastruktur und die empfohlene Einrichtung.

Was das Handelssystem benötigt

Ohne die passende Infrastruktur arbeitet das Handelssystem nicht. Für den produktiven Betrieb werden diese Grundbausteine benötigt:

  • Konto bei Interactive Brokers
  • Handelskapital
  • eine technische Umgebung für den laufenden Betrieb

Kurzfassung

Für viele Nutzer ist der typische Setup-Pfad: IBKR-Konto eröffnen, (ggf.) Margin / Hebel aktivieren, Marktdaten freischalten, Paper Trading testen und die Software danach auf einem dauerhaft laufenden Rechner oder VPS betreiben.

Empfehlung für den Start: Backtest, Paper Trading, dann Echtgeld

1. Brokerkonto

Die wichtigste Voraussetzung ist ein Konto bei Interactive Brokers, worüber die Software Trades ausführen kann. Das ATSE Handelssystem verbindet sich mit dem Broker via API: Über diese Schnittstelle sendet es Orders, überwacht Positionen und ruft Kontodaten ab.

Unterstützter Broker

Derzeit wird ausschließlich Interactive Brokers (IBKR) unterstützt. Dieser Broker wird weltweit genutzt und bietet eine stabile API für automatisierten Handel. Konten bei anderen Brokern lassen sich aktuell nicht anbinden (in Planung).

Voraussetzungen beim Broker

  • aktiviertes Brokerkonto
  • (ggf.) Margin-Konto
  • ausreichendes Handelskapital
  • aktivierte Marktdaten & API-Zugriff

Einrichtung

  • Konto bei Interactive Brokers eröffnen
  • Margin-Konto aktivieren
  • Kapital einzahlen
  • (ggf.) Marktdaten & API-Zugriff aktivieren

2. Margin-Konto und Leverage

Viele automatisierte Handelsstrategien nutzen Leverage (Hebel), um mit einem größeren Handelsvolumen zu arbeiten als mit dem tatsächlich vorhandenen Kapital. Dafür wird ein Margin-Konto beim Broker benötigt.

Ein Margin-Konto erlaubt es, Positionen zu handeln, deren Wert größer ist als das eigene Kapital. Der Broker stellt dabei einen Teil des Kapitals als Kredit zur Verfügung.

Beispiel: Bei 10.000 EUR Konto und einem Hebel von 1:10 ließe sich eine Position im Wert von 100.000 EUR bewegen. Der tatsächlich verfügbare Hebel hängt vom Broker, dem gehandelten Instrument und den geltenden regulatorischen Vorgaben ab und kann deutlich niedriger ausfallen.

Wichtig: Leverage vergrößert Gewinne und Verluste gleichermaßen. Bereits kleine Kursbewegungen gegen die Position können zum Verlust eines erheblichen Teils des eingesetzten Kapitals führen. Setze Hebel nur ein, wenn du die damit verbundenen Risiken verstehst.

Was ein Margin-Konto ermöglicht

  • größere Positionsgrößen
  • Hedging
  • Short-Positionen

3. Handelskapital

Das Handelssystem benötigt Kapital auf dem Brokerkonto, um Trades auszuführen. Die notwendige Höhe hängt unter anderem von Strategie, Leverage, Risikoeinstellungen und dem gehandelten Markt ab.

Mindestempfehlung

Für viele automatisierte Strategien empfiehlt sich ein Kapital von mindestens 5.000 EUR bis 10.000 EUR, besser mehr.

Darunter kann es passieren, dass Marginanforderungen nicht erfüllt werden, Positionsgrößen zu klein sind oder Strategien nicht korrekt funktionieren.

Empfehlung für Einsteiger

  • zunächst einen Paper-Trading-Account nutzen
  • oder mit kleinerem Echtgeldbetrag starten

Viele Broker, darunter auch Interactive Brokers, bieten ein Simulationskonto, mit dem Strategien ohne echtes Risiko getestet werden können.

4. Marktdaten

Damit das Handelssystem die Handelssignale berechnen kann, benötigt es Live-Marktdaten. Diese Daten werden normalerweise direkt vom Broker bereitgestellt.

Beispiele

  • Gold (XAUUSD)
  • Forex
  • Aktien
  • Futures

Bei Interactive Brokers müssen die entsprechenden Marktdaten-Abonnements aktiviert werden. Ohne Marktdaten kann die Software keine Handelsentscheidungen ableiten. Für normale Aktien sind stehen die Marktdaten standardmäßig schon bereit.

5. Server oder Computer für das Handelssystem

Das Handelssystem muss auf einem Computer oder Server laufen, der dauerhaft aktiv ist. Es muss kontinuierlich Marktdaten überwachen, Handelsbedingungen prüfen, Orders ausführen und Positionen verwalten.

Ist der Rechner ausgeschaltet, pausiert der Handel.

Systemvoraussetzung

Die ATSE Software läuft unter Windows, macOS und Linux – für jedes System liegt ein passender Starter bei. Sie wird gemeinsam mit der Trader Workstation (TWS) bzw. dem IB Gateway auf demselben Rechner betrieben; beide bietet Interactive Brokers ebenfalls für alle drei Betriebssysteme an. Für den Dauerbetrieb eignet sich jeder durchgehend laufende Rechner oder VPS mit einem dieser Systeme.

Mögliche Optionen

  • Eigener Computer: einfache Einrichtung, aber der Rechner muss dauerhaft laufen und mit dem Internet verbunden sein
  • VPS oder Cloud Server: 24/7 Betrieb, stabile Verbindung, unabhängig vom lokalen Rechner

Typische Anbieter

  • Hetzner
  • Strato
  • AWS
  • DigitalOcean

6. Verbindung zur Broker-API

Damit die Software Orders senden kann, muss eine Verbindung zur Broker-API hergestellt werden. Bei Interactive Brokers erfolgt dies über die Trader Workstation (TWS) oder den IB Gateway.

Diese Programme laufen auf dem Server oder Computer und ermöglichen der Software den Zugriff auf das Brokerkonto.

Einrichtung

  • TWS oder IB Gateway installieren
  • API-Zugriff aktivieren
  • Verbindung zur ATSE Software konfigurieren

Sobald diese Verbindung steht, kann das Handelssystem automatisiert handeln.

7. ATSE Software

Nachdem alle Voraussetzungen erfüllt sind, kann der Nutzer das ATSE Handelssystem starten. Die Software übernimmt dann:

  • Marktanalyse
  • Strategieausführung
  • Risikomanagement
  • Orderausführung
  • Positionsüberwachung

Das Handelssystem arbeitet vollständig automatisiert innerhalb der zuvor festgelegten Parameter.

Zusammenfassung

Um das ATSE Handelssystem sinnvoll zu nutzen, werden diese Komponenten benötigt:

  • Brokerkonto mit API, zum Beispiel Interactive Brokers
  • Margin-Konto für Leverage
  • Handelskapital, empfohlen mindestens 5.000 EUR bis 10.000 EUR
  • Marktdaten für die gewünschten Märkte
  • Server oder Computer für den 24/7 Betrieb
  • API-Verbindung zum Broker
  • Installation der ATSE Software

Automatisierter Handel mit Hebel ist mit erheblichen Risiken verbunden und kann zum Verlust des eingesetzten Kapitals führen. ATSE stellt ausschließlich Software-Werkzeuge bereit und bietet keine Anlageberatung. Bitte lies vorab die Risiken & Disclaimer und das Risk Disclosure Statement.